1. Bewässerung bei langer Dürre
Ist der Boden im Frühstadium zu trocken und wird im Spätstadium plötzlich zu viel Wasser zugeführt, wird die Transpiration der Blätter stark beeinträchtigt, und die Blätter rollen sich in einem Selbstschutzzustand ein und fallen nach unten.
2. Die Auswirkungen von Frostschäden bei niedrigen Temperaturen
Bei anhaltenden Temperaturen unter 10 °C erleiden die Mesophyllzellen der Pflanzen Kälteschäden, und die Blätter beginnen zu welken. Kalte Frühlingsmonate führen außerdem dazu, dass sich die Blätter der neuen Triebe einrollen.
3. Unsachgemäße Anwendung von Hormonen
Bei zu hoher Konzentration von Naphthalinessigsäure rollen sich die Blätter nach dem Besprühen ein. Wird 2,4-D in die Blüten getaucht oder auf die Blätter gesprüht, führt dies zu Verdickungen, Schrumpfung oder Einrollen der Blätter nach unten.
4. Schädlingsschäden
Die gelben Milben sind so klein, dass sie mit bloßem Auge meist schwer zu erkennen sind. Hauptsymptome eines Milbenbefalls sind sich verengende, steife und aufrechte Blätter, die nach unten schrumpfen oder sich verdrehen, und schließlich kahle Blattspitzen. Die Blätter werden kleiner, härter und dicker. Besonders auffällig ist der ölige, teerostfarbene Fleck auf der Blattunterseite. Auch Blattlausbefall kann zu starkem Einrollen der Blätter führen, da Blattläuse sich bevorzugt an der Blattunterseite und an jungen Pflanzenteilen ernähren.
5. Nematodenschäden
Der Befall mit Nematoden kann dazu führen, dass die Wurzeln keine Nährstoffe mehr aufnehmen und weiterleiten können, was zu schweren Wurzelschäden und in der Folge zum Umknicken der Blätter nach unten führt.
Veröffentlichungsdatum: 22. November 2022


