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In letzter Zeit hat der chinesische Zoll seine Kontrollbemühungen bei der Ausfuhr gefährlicher Chemikalien erheblich verstärkt, was zu Verzögerungen bei den Ausfuhranmeldungen für Pestizidprodukte geführt hat.

Der chinesische Zoll hat in letzter Zeit seine Kontrollen von exportierten Gefahrstoffen deutlich verstärkt. Die häufigen, zeitaufwändigen und strengen Kontrollen haben zu Verzögerungen bei den Ausfuhranmeldungen von Pflanzenschutzmitteln, verpassten Lieferterminen und Einsatzzeiten auf ausländischen Märkten sowie zu erhöhten Kosten für die Unternehmen geführt. Einige Pflanzenschutzmittelhersteller haben sich bereits an die zuständigen Behörden und Branchenverbände gewandt, um die Probenahmeverfahren zu vereinfachen und die Belastung für die Unternehmen zu reduzieren.

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Gemäß Chinas „Vorschriften zur Sicherheitsverwaltung gefährlicher Chemikalien“ (Verordnung Nr. 591 des Staatsrats) ist der chinesische Zoll für die Durchführung von Stichprobenkontrollen importierter und exportierter gefährlicher Chemikalien sowie deren Verpackungen zuständig. Wie unser Reporter erfuhr, hat der Zoll seit August 2021 die Stichprobenkontrollen von Exporten gefährlicher Chemikalien verstärkt und die Kontrollhäufigkeit deutlich erhöht. Betroffen sind Produkte und bestimmte Flüssigkeiten aus dem Gefahrstoffkatalog, insbesondere Emulsionskonzentrate, Wasseremulsionen und Suspensionen. Derzeit erfolgt die Kontrolle im Wesentlichen stichprobenartig.

Nach der Inspektion folgt direkt die Probenahme und Prüfung. Dies ist nicht nur zeitaufwendig für Pestizid-Exportunternehmen, insbesondere für kleinere Betriebe, die Präparate und Verpackungen exportieren, sondern verursacht auch zusätzliche Kosten. So durchlief die Exportanmeldung eines Pestizidunternehmens für ein und dasselbe Produkt drei Inspektionen, was insgesamt fast drei Monate in Anspruch nahm. Die damit verbundenen Laborgebühren, Gebühren für verspätete Containerlieferungen und Kosten für Änderungen im Versandplan überstiegen die geplanten Kosten deutlich. Hinzu kommt, dass Pestizide stark saisonabhängig sind. Durch die Verzögerungen beim Versand aufgrund von Inspektionen wird die Anwendungssaison verpasst. Angesichts der jüngsten starken Preisschwankungen auf den in- und ausländischen Märkten können die Produkte nicht rechtzeitig verkauft und versendet werden, was wiederum zu Preisschwankungen für die Kunden führt und erhebliche Auswirkungen auf Käufer und Verkäufer hat.

Zusätzlich zu Probenahmen und Tests hat der Zoll die Warenprüfung und -kontrolle von Produkten der Gefahrstoffliste intensiviert und strenge Anforderungen eingeführt. So verlangt der Zoll beispielsweise nach der Warenprüfung, dass die gesamte Innen- und Außenverpackung des Produkts mit einem GHS-Warnhinweis versehen wird. Dieser Warnhinweis ist jedoch sehr umfangreich und lang. Wird er direkt auf die Flasche einer kleinen Pestizidverpackung geklebt, wird der ursprüngliche Inhalt des Warnhinweises vollständig verdeckt. Dies hätte zur Folge, dass Kunden das Produkt nicht in ihr Heimatland importieren und dort verkaufen könnten.

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In der zweiten Jahreshälfte 2021 sah sich die Pflanzenschutzmittel-Außenhandelsbranche mit logistischen Schwierigkeiten, Problemen bei der Warenbeschaffung und der Angebotserstellung konfrontiert. Die nun verschärften Zollkontrollen werden die exportorientierten Unternehmen zweifellos erneut stark belasten. Einige Unternehmen der Branche haben sich gemeinsam an die zuständigen Behörden gewandt und fordern, dass der Zoll die Stichprobenkontrollverfahren vereinfacht und deren Durchführung und Effektivität standardisiert, beispielsweise durch ein integriertes Management von Produktionsstätten und Häfen. Darüber hinaus wird empfohlen, dass der Zoll Reputationsdatenbanken für Unternehmen anlegt und bevorzugte Einfuhrbestimmungen für besonders qualifizierte Unternehmen einführt.


Veröffentlichungsdatum: 26. Januar 2022